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Manager gehen in der Öffentlichkeit zu unbedarft mit Firmengeheimnissen um

Beim Thema Wirtschaftsspionage konzentrieren sich Unternehmen zu sehr auf technische Aspekte. Diese Meinung vertritt der Chef der Security-Beratungsfirma Integris Frank Schurgers. “Wenn überhaupt etwas gemacht wird, dann eher technische Absicherung, aber das ist zu wenig”, kritisierte Schurgers im Interview mit dem Business-Lifestyle-Magazin ‘Business-Punk’ (Ausgabe 1/2014). “Informanten, eingeschleuste Agenten, menschliche Quellen, das sind die entscheidenden Punkte.” Schurgers zufolge gehen Führungskräfte in der Öffentlichkeit viel zu unbedarft mit den
Firmengeheimnissen ihrer Unternehmen um. “Gehen Sie mal in die Business-Lounge der Lufthansa. Kaum sitzen Sie da drin, schon können Sie sich gar nicht mehr retten vor all den Interna und Details – mir dreht sich da der Magen um.” Einige Geheimdienste setzten reisende Agenten ein, die den ganzen Tag nichts anderes täten, als im Flugzeug, in Zügen oder Business-Lounges zu sitzen und zuzuhören. “Und das ist wahnsinnig effektiv.” Oft werde den Führungskräften auch das eigene Ego zum Verhängnis. “Menschen sind so schwach. Je höher sie in der Hierarchie kommen, desto eitler werden sie – und desto einfacher ist es, sie auszuhorchen”, argumentierte der Security-Experte. “Ein Top-Manager, irgendwo allein im Ausland, einsam, keiner kümmert sich um ihn – wenn Sie den richtig anpacken, redet und redet und redet der. Und merkt es nicht.”

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Freigeschaltet am 26.02.2014 um 12:16 durch Doris Oppertshäuser

Bild: Rike / pixelio.de

Die Zahl der Fälle von Internetkriminalität und Wirtschaftsspionage ist in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen. Nach Angaben des Bundeskriminalamtes in Wiesbaden wurden allein 2013 rund 60.000 Fälle registriert. Seit 2007 attestiert die Wiesbadener Behörde sogar einen Anstieg der Fallzahlen von über 50 Prozent mit einem geschätzten Schaden von 4,3 Milliarden Euro im Jahr. Folgeschäden und Verlust an Technologievorsprung nicht mitgerechnet.

Gleichzeitig gäbe es ein riesiges Dunkelfeld, weil die meisten Unternehmen aus Angst um ihr Renommee den Gang zu den Behörden scheuen oder sogar Aufsehen erregende Ermittlungen in der eigenen Belegschaft fürchten. Der Schaden für die Gesamtwirtschaft habe in der EU nach den konservativen Schätzungen von Europol im Jahr 2012 über 750 Milliarden Euro betragen. Damit steigt Wirtschaftsspionage neben Umweltrisiken und Finanzrisiken zu den größten Gefährdungen für Unternehmen auf.

Angst um das eigene Renommee

“Die meisten Firmen tun auch heute noch zu wenig zum Schutz der eigenen Systeme”, sagt ein Pressesprecher des Bundesamtes für die Sicherheit in der Informationstechnologie, kurz BSI. Die Behörde ist in Deutschland für die Computersicherheit zuständig und warnt beispielsweise in ihren Veröffentlichungen vor akuten Gefahren aus dem Netz. Viel mehr kann die öffentliche Einrichtung für Firmen allerdings nicht leisten. “Gerade im internationalen Geschäft sehen viele Unternehmen nur das, was man ihnen zeigt, oder nur das, was sie sehen wollen. Aber oft trügt der Schein”, sagt Frank Schurgers. Er ist Geschäftsführer von Integris International, einer Beratungsfirma, die sich auf das Erkennen und Minimieren von Sicherheitsrisiken im internationalen Geschäft spezialisiert hat. Schurgers bietet seinen Kunden daher umfassende Analysen und Lösungen, die Sicherheitslücken auch jenseits der IT diskret und kompetent ausfindig machen. Die erschreckende Zahl von 800.000 Netzangriffen, die laut Telekom jeden Tag auf deutsche Firmen und Privatanwender einprasseln, vermittelt einen Eindruck der schwierigen Lage.

Industriegeheimnisse nicht nur bei den Global Playern

Besonders betroffen sind kleine und mittelständische Unternehmen. Sie verwenden oft Computerlösungen und Betriebsabläufe, die eher für Privatanwender zugeschnitten sind und lassen es überdurchschnittlich oft an einer geeigneten Abwehr oder Sicherheitsstrategie fehlen. Doch die Daten über Transaktionen, Produktionsprozesse oder Fachpersonal sind als unternehmerisches Kapital bares Geld wert. Die meisten Chefs unterschätzen, dass viel Entwicklungszeit und Erfahrung allein in der Prozesskultur ihrer Firma stecken und was sie damit Konkurrenten voraus haben.

Auch der Leumund ist Gold wert. “Ein einziger Zwischenfall, kann den Ruf der ganzen Firma ruinieren”, weiß Marius M., der deshalb seinen vollen Namen nicht gedruckt sehen will. Der Geschäftsführer aus einem Zulieferbetrieb für die Flugzeugbranche aus Norddeutschland wunderte sich zusammen mit mehreren Mitarbeitern über Fehlfunktionen im Computersystem. Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste – Unbekannte hatten Zugriff auf etwa ein Dutzend Rechner in der Firma erlangt. Wie viele digitale Blaupausen dabei kopiert wurden, kann heute niemand mehr nachvollziehen.

Außerhalb des Stammhauses droht besondere Gefahr

In den Rechnern des produzierenden Betriebes war sprichwörtlich der Wurm drin. “Nach dem, was wir heute wissen, haben wir den Schädling auf einer Luftfahrmesse eingeschleppt. Er übertrug sich auf das System, als der Außenlaptop für einen Datentransfer an das Firmennetz angeschlossen wurde”, berichtet Marius M. Vielleicht kam der virtuelle Spion mit einer anderen Firmenpräsentation oder einer Bilderstrecke von einem USB-Stick auf den Computer. Dass einer seiner Mitarbeiter geschlampt hat oder die Sicherheit nicht so genau genommen hat, kann der Chef ebenfalls nicht ausschließen. Er war bei der Veranstaltung in Übersee nicht dabei und auch sonst kümmert sich niemand in der Firma hauptamtlich um Sicherheit und Abwehr. Wer genau wie lange in den Rechnern mit las, weiß Marius M. auch deshalb bis heute nicht.

Das Szenario ist typisch und die große Angst vieler Betriebe. Bei Außenterminen, Zulieferern oder in Zweigniederlassungen, die weniger gut als das Stammhaus geschützt sind, haben Wirtschaftsspione oft leichtes Spiel. Vor allem kleine Unternehmen suchen daher oft händeringend nach einer Beratung, die sich in die eigene Betriebsführung einfügt und diskret, professionell und sicher ist. Statt reiner Sicherheitslösungen brauchen Firmen sinnvolle Geschäftslösungen. Daher ist es umso wichtiger das Sicherheitskonzept mit viel Erfahrung der Firma anzupassen. “Als Private Intelligence Company stellen wir den Unternehmen Erkenntnisse und Kapazitäten zur Verfügung, die traditionell Regierungen und Geheimdiensten vorbehalten waren”, betont der Integris-Sicherheitsberater Schurgers.

Faktor Mensch noch immer unterschätzt

Doch der Schutz von Informationen ist auch mit IT-Sicherheit allein noch nicht geleistet. Ein viel größerer Unsicherheitsfaktor ist der Mensch. Mitarbeiter, die Informationen aus Versehen, manchmal vielleicht wissentlich oder gar gegen Geld weitergeben, sind die Achillesferse jeder Sicherheitsstrategie. Daher hat sich die Entwicklung und Vermittlung von Sicherheitsbewusstsein in der Belegschaft zu einer wichtigen Säule in der Firmensicherheit entwickelt. Nur wenn auch die Mitarbeiter gegen Anfälligkeit, Erpressbarkeit oder Anwerbung abgeschirmt werden, kann eine Sicherheitsstrategie bestehen.

Wenn dann noch das Verhalten der Mitarbeiter und deren Schnittstellen zu Betriebsgeheimnissen sinnvoll miteinander abgestimmt sind, lässt sich der Spionage vorbeugen. Dazu müssen alle Teile der Firma konkret wissen, was im täglichen Betrieb unbedenklich und was ein gefährliches Einfallstor für Kriminelle ist.

Quelle: Integris International LLC (ots)

Article published in DER WESTEN

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Integris International LLC has been selected for the 2013 Best of Tampa Award in the Investigators category by the Tampa Award Program.

Press Release – Oct 9, 2013

October 9, 2013 (Newswire.com) – Tampa Award Program Honors the Achievement

Integris International LLC has been selected for the 2013 Best of Tampa Award in the Investigators category by the Tampa Award Program.

Integris International is a leading global intelligence, investigations and risk management firm servicing both domestic and international clients, Fortune 500 companies and law firms. In recent years the company has established itself as a leading service provider with operations throughout North and South America, Europe, Asia and the Middle East.

Each year, the Tampa Award Program identifies companies that we believe have achieved exceptional marketing success in their local community and business category. These are local companies that enhance the positive image of small business through service to their customers and our community. These exceptional companies help make the Tampa area a great place to live, work and play.

Various sources of information were gathered and analyzed to choose the winners in each category. The 2013 Tampa Award Program focuses on quality, not quantity. Winners are determined based on the information gathered both internally by the Tampa Award Program and data provided by third parties.

About Tampa Award Program

The Tampa Award Program is an annual awards program honoring the achievements and accomplishments of local businesses throughout the Tampa area. Recognition is given to those companies that have shown the ability to use their best practices and implemented programs to generate competitive advantages and long-term value.

The Tampa Award Program was established to recognize the best of local businesses in our community. Our organization works exclusively with local business owners, trade groups, professional associations and other business advertising and marketing groups. Our mission is to recognize the small business community’s contributions to the U.S. economy.

SOURCE: Tampa Award Program

 

Article published in SOUTH CHINA MORNING POST

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